Stimit
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Designoptimierung einer nicht-invasiven, anwenderfreundlichen Phrenicus-­Nerv-Stimulationstechnologie zur Zwerchfellaktivierung durch die STIMIT AG.

 

STIMIT ist das erste Unternehmen, das ein nicht-invasives, benutzerfreundliches Produkt zum Training des Atemmuskels, des Zwerchfells, durch gezielte elektro­magnetische Stimulation entwickelt hat. Ziel ist es, das Zwerchfell aktiv und funktionsfähig zu halten; getreu dem Motto «Use it or lose it!»

 

Das Swiss MedTech Center vom Switzerland Innovation Park Biel / Bienne arbeitet seit 2019 gemeinsam an der Entwicklung ihrer Technologie. Mechanische Beatmung über einen längeren Zeitraum führt nach kurzer Zeit zu einer Atrophie oder Dysfunktion der Atemmuskulatur, was zu Lungenschäden führen kann. Durch elektromagnetische Stimulation des Atemmuskel­nervs soll das Zwerchfell aktiv kontrahiert werden. Für Intensivpatienten, die in der Regel künstlich beatmet werden, ist die mechanische Beatmung eine lebensrettende Massnahme und Standardbehandlung. Dies hat sich während der COVID-19-Pandemie eindrucksvoll gezeigt.

STIMIT ist davon überzeugt, dass die aktive Stimulation des Zwerchfells den Krankenhausaufenthalt in Bezug auf die Entwöhnungszeit von der mechanischen Beatmung verkürzen und die lebensbedrohlichen Komplikationsraten reduzieren kann.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Swiss Medtech Center und Stimit begann 2018 mit ersten Gesprächen über die neue Projektidee von Ronja Bruhn. 2019 wurde zusammen mit den Partnern ETHZ (Exercise Physiology Lab), BFH (Institut für Human Centered Engineering) und Inselspital (Abteilung Intensivmedizin) ein Innosuisse-Antrag eingereicht. Dieses hatte zum Ziel, systematische, physiologische und technische Abklärungen durchzuführen, um die Faktoren für die effektivste, nicht-invasive, magnetische Phrenikus-Stimulation zu identifizieren. Das Projekt resultierte in einer funktionsfähigen Stimit-Spule mit benutzerfreundlicher Stimit-Spulenpositionierungshilfe.

Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses konnte im Dezember 2020 gemeinsam mit Stimit und der BFH ein Folgeprojekt gestartet werden.

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Zwerchfellaktivierungs-Feedbacksystems und die weitere Optimierung der Spulenpositionierungshilfe für eine patientenspezifische, reproduzierbare und hocheffiziente Therapie, die mittels einer klinischen Studie an einer renommierten, internationalen Klinik validiert werden soll.

 

SIPBB und SMTC Kompetenzen

STIMIT konnte in folgenden Bereichen unterstützt werden:

  • Mechanical & Usability Engineering
  • Industrial & Human Centered Design
  • Electronic Engineering
  • Simulationen (mechanisch, thermische & elektromagnetische Felder)
  • Rapid Prototyping durch das SIPBB Swiss Advanced Manufacturing Center (3D-Druck) & mechanische Werkstatt
  • Bau von In-Vitro Test-Setups
  • Designverifizierung & Validierung In-Vitro
  • Projektmanagement im interdisziplinären Projektteam

 

Neuigkeiten von STIMIT
Das innovative Medizintechnik-Unternehmen wurde im April 2021 vom internationalen führenden Unternehmen Drägerwerk AG & Co KGaA übernommen. Dräger erwirbt die Mehrheitsanteile an der STIMIT AG und baut somit seine Kompetenzen im Bereich der lungenschonenden Beatmung weiter aus. Das multinationale Unternehmen ist in der Medizin- und Sicherheitstechnik aktiv.
Die Geschäftsgründerin und CEO Ronja Bruhn kommentierte den Verkauf: «Mit Dräger an unserer Seite werden wir klinische Evidenz zur Etablierung einer neuartigen Therapie schaffen, um den Patienten zu dienen.»
Worauf der Leiter des Dräger-Geschäftsbereichs «Therapie», Stephan Kruse, hinzufügte: «STIMIT arbeitet an einer Lösung, die es so bisher noch nicht auf dem Markt gibt. Mit dem Erwerb der Mehrheits­anteile sichern wir uns einen Vorsprung in der Entwicklung der nicht-invasiven Stimulation der Atemmuskulatur».
STIMIT wird in den kommenden Monaten gemeinsam mit Dräger an der Weiterentwicklung des Produkts und der Durchführung der klinischen Studien arbeiten.

Das SMTC und der SIPBB sind stolz darauf bei dieser positiven Geschäftsentwicklung unseren Teil dazu beigetragen zu haben, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in diesem neuen Kontext.

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